Die Aufbaufortbildung für GenussbotschafterInnen

Pädagogische Fach- und Lehrkräfte, die unsere Einstiegsfortbildung besucht haben und bereits mit Kindern in die Praxis eingetaucht sind, können unsere Aufbaufortbildung besuchen. Es sollten idealerweise mindestens drei Monate seit der Einstiegsfortbildung vergangen sein.


Neue Impulse in der praktischen Ernährungsbildung

Zielgruppe unserer Aufbaufortbildung sind GenussbotschafterInnen, die an der ersten Ich kann kochen!-Fortbildung teilgenommen und bereits Inhalte von Ich kann kochen! praktisch mit Kindern umsetzen. Wir stellen Ihnen den Ich kann kochen!-Praxisplaner vor und zeigen Ihnen, wie Sie Grundrezepte immer wieder abgewandelt einsetzen können. Wissenswertes rund um Küchenpraxis und Küchentechniken hilft, die eigene Handlungskompetenz zu stärken. Im praktischen Teil der Fortbildung werden gemeinsam Gerichte zubereitet, die sich als Zwischenmahlzeiten für Kinder eignen und als Basisrezepte vielfältig abwandeln und anpassen lassen. Die Inhalte der Fortbildung orientiert sich an den Bildungs- und Lehrplänen der Länder.

Infoblatt Online-Fortbildungsangebot

Ziele der Fortbildung

  • Die Teilnehmenden entwickeln ihr professionelles pädagogisches Handeln in der praktischen Ernährungsbildung weiter.
  • Die Teilnehmenden sind motiviert, Ich kann kochen! weiter mit den Kindern umzusetzen.
  • Die Teilnehmenden können den Ich kann kochen!-Praxisplaner anwenden, um ihre Aktivitäten der praktischen Ernährungsbildung strukturiert zu planen, zu dokumentieren und zu kommunizieren.
  • Die Teilnehmenden profitieren von den Erfahrungen und den Lösungsansätzen für die praktische Ernährungsbildung in der Gruppe.

Inhalte der Fortbildung

  • Praktische Arbeit mit dem Ich kann kochen!-Praxisplaner zur Vorbereitung und pädagogischen Planung von Kocheinheiten mit Kindern
  • Küchenpraxis – Küchentechniken, Basisrezepte, Zubereitung von Zwischenmahlzeiten
  • Gemeinsames Kochen und Mittagessen
  • Selbstreflexion und Erfahrungsaustausch in der Gruppe zu Hürden und Gelingensfaktoren in der Umsetzung von Angeboten der praktischen Ernährungsbildung
  • Einbindung und Kommunikation mit KollegInnen und Eltern

Die TrainerInnen: Fachleute des guten Geschmacks

Auf die sorgfältige Auswahl unserer Ich kann kochen!-TrainerInnen legen wir großen Wert: Sie haben langjährige Erfahrung in der Ernährungs- und Erwachsenenbildung und kennen den Praxisalltag in Kitas und Schulen.

Essen ist mehr ist als bloße Ernährung. Es ist ein Lernprozess mit vielen Einflüssen.

Ich kann kochen!-Trainerin Edith Gätjen im Interview

Kochen macht Kinder satt – physisch und emotional

Nachgefragt: Unsere Trainerin Edith Gätjen spricht über die Bedeutung praktischer Ernährungsbildung sowie guter Essbeziehungen und gibt Tipps für das Kochen mit Kindern.

Wie können wir Kinder gut begleiten, damit sie zu genussvollen und ausgewogenen EsserInnen heranwachsen?

Indem wir als Erwachsene wissen, dass Essen mehr ist als bloße Ernährung. Es ist ein Lernprozess mit vielen Einflüssen. Evolutionsbiologisch spielen angeborene Sicherheits- und Schutzprogramme eine Rolle, etwa die Bevorzugung von Süßem als Garant für Ungiftiges. Auch die individuelle Erziehung und Geschmacksprägung in den ersten Lebensjahren und die persönlichen Ess-Erfahrungen sind elementar. Wichtig ist, dass Kinder eine gute Essbeziehung aufbauen. Dafür brauchen sie Vertrauen in und Verbundenheit mit den begleitenden Erwachsenen, aber auch den verwendeten Lebensmitteln gegenüber.

Welche Rolle spielt das gemeinsame Kochen für die Entwicklung einer guten Essbeziehung?

Gemeinsames Kochen stellt die Bedürfnisse der Kinder in den Vordergrund. Sie lernen im Alltag durch ständige Wiederholung, und das gilt auch für das regelmäßige Zubereiten von Mahlzeiten. Das Hantieren mit Lebensmitteln verbindet die Kinder mit dem Kreislauf der Natur – vom Acker bis in den Mund. Kochen ist Bewegung, es spricht alle fünf Sinne an, fördert die Kreativität und prägt sich besser ein als rein kognitiv vermitteltes Wissen. Kochen bietet zwischenmenschliche Beziehung. Fazit: Kochen macht rundum satt, physisch und emotional!

Haben Sie Tipps fürs Kochen mit Kindern, das Spaß macht?

Das Allerwichtigste ist, den Kindern zu vertrauen. Wer sich nur darum sorgt, jemand könnte sich in den Finger schneiden, ist gehemmt und vermittelt keine Freude. Das geschnittene Gemüse darf gern krumm und schief sein – beim pädagogischen Kochen sollten wir ziel- und prozessorientiert, nicht rein ergebnisorientiert sein. Wir wollen handlungskompetente Kinder! Zentral ist deshalb die kindgerechte Vermittlung von Kochwissen auf Augenhöhe. Auch klare pädagogische Ziele sollte man sich setzen, sei es etwa auf der motorischen Ebene (raspeln lernen) oder auf der sozialen (Zusammenarbeit in Teams).

Welchen Beitrag leistet die Initiative Ich kann kochen! für die gesunde Ernährung von Kindern?

Indem sie pädagogische Fachkräfte fortbildet, die dann im Kita- und Schulalltag mit „ihren“ Kindern Kochaktivitäten durchführen, ermöglicht die Initiative kontinuierliches anwendungsbezogenes Lernen im Alltag. Das ist viel nachhaltiger als ein einzelnes Event oder bloße Theorie wie bei einer Ernährungsberatung. Das Angebot setzt da an, wo die Kinder erreichbar sind und tagtäglich mit ihren vertrauten und pädagogisch kompetenten Bezugspersonen lernen. Ich kann kochen! kommt auch nicht mit erhobenem Zeigefinger daher und spricht Soll-Empfehlungen aus. Die Initiative fördert Handlungskompetenzen und bringt Kinder langfristig ins gelingende Tun.

Edith Gätjen ist Ökotrophologin und systemische Paar- und Familientherapeutin. Seit 2017 ist sie Präsidentin des Verbands für Unabhängige Gesundheitsberatung UGB. Als Autorin hat sie mehrere Fachbücher im Bereich Kinder und Familienernährung veröffentlicht. Edith ist seit Januar 2017 Trainerin bei Ich kann kochen!.

Simone Abt-Franke

Diätassistentin
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Stefan Brandel

Küchenmeister und Ernährungsberater
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Lars Bülhoff

Diplom-Ökotrophologe und Ernährungswissenschaftler
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Cornelia Ermes

Staatlich geprüfte Ökotrophologin und Ganzheitliche Ernährungsberaterin
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Edith Gätjen

Ökotrophologin, systemische Paar- und Familientherapeutin, 
Lehrbeauftragte HSG Bochum, Präsidentin des UGB und Dozentin beim 
Fortbildungszentrum Bensberg, Buchautorin

Julia Kasten

Ökotrophologin

Carmen Knoth

Diplom-Ökotrophologin
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Lena Thyra Meyer

Küchenmeisterin und Ökotrophologin
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Daniela Raimund

Diplom-Ökotrophologin und Pädagogin im Bereich Erwachsenenbildung

Hanna Ritter

Dipl.-Ing. Ernährungstechnik, 
Diabetesassistentin DDG
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Susanne Schindler

Ökotrophologin,
Konditorin
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Marianne Schmitz

Diplom-Ökotrophologin mit Ausbildereignung, Ernährungsberaterin (UGB), zertifizierte Kursleiterin und Beraterin (UGB), Mediatorin

Anja Schneider

staatl. gepr. Diätassistentin
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Ina Seitz

Ökotrophologin

Evamarie Stengel 

Ökotrophologin

Julia Zichner

Diplom-Ökotrophologin und zertifierte Ernährungsberaterin VDOE
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